Die Jugendorganisation der Konstanzer SPD freut sich über ungewohnte Schützenhilfe aus den Reihen der Konservativen. Anstatt auf der Webseite der CDU- Jugendorganisation Unterstützung für die Politik der Mutterpartei zu finden, stößt der geneigte Leser dort auf – für JU- Maßstäbe – revolutionäre Forderungen, u.a. Sperrzeitenverkürzung und mehr Konzerte im Stadtgarten.
Wer sich fragt, woher diese frischen Ideen kommen, dem empfehlen die Jusos Konstanz, die Quellenrecherche auf ihren Webseiten zu beginnen. Zwei Beispiele:...
Seit dem 20. April wirbt Patrick Kleindienst (Platz 32 auf der SPD- Liste) auf
www.unser-konstanz.de: „Die Konzertmuschel wird zu wenig benutzt. Es sollte [...] mehr Konzerte aller Art im Stadtgarten geben“. Zwei Wochen später schreibt JU- Spitzenkandidat Sebastian Puhl auf seiner Webseite, er sei: „Für eine vielfältigere Nutzung des Stadtgartens, insbesondere der Konzertmuschel. “ Bereits seit dem 10. April findet sich auf der Webseite der Jusos Konstanz die Forderung nach einer „Verkürzung der Sperrzeiten in der Innenstadt am Wochenende “. Am 13. Mai wurde auf der Seite der JU gesichtet: „Sperrzeiten endlich vekürzen!“ – Eine Forderung, die man zwei Wochen zuvor noch auf der Seite der Jungen Union vermissen musste. In einem offenen Brief auf www.jusos- konstanz.de weisen die Jusos darauf hin, dass die Forderungen der Jungen Union ganz im Gegensatz zur Politik der CDU- Gemeinderatsfraktion stehen. Weiter fordern sie die JU und Sebastian Puhl auf: „Wenn Ihr jedoch so konträre Positionen zu Eurer Mutterpartei habt, dann schaut doch einfach 'mal bei uns vorbei - wir stehen jeder/jedem, die/der sich unseren Positionen verbunden fühlt, offen. “ „Im Gegensatz zur CDU hat die SPD die gemeinsamen Forderungen von Jusos und JU im Wahlprogramm beschlossen“, meinen Natalie Wöllenstein (Platz 3) und Fabian Parsch (Platz 15). „Den Juso- Kandidaten ist daher für die Umsetzung ihrer Vorhaben die Unterstützung ihrer Fraktion sicher.“